Donnerstag, 5. Januar 2012

Hamburg, Tag 2

Recht schwerlich kamen wir aus dem Bett, aber es erwartete uns immerhin Sonnenschein draußen - jedenfalls vorrübergehend. Auf dem Programm stand heute der Hamburger Tierpark Hagenbeck. Bereits beim Kaufen der Eintrittskarten wurden wir darauf hingewiesen, dass verschiedene Tiere wegen des angekündigten Unwetters bereits in ihre Innengehege gebracht worden waren, aber davon ließen wir uns natürlich nicht abschrecken. Eines der Highlights für mich bei diesem Zoobesuch wartete schon eine Biegung hinter dem Eingang. Dort war das Elefantengehege und gegen eine Spende durfte man die Elefanten mit Gemüse füttern. Lisa im siebten Himmel. Das fühlt sich ganz komisch an, die Nasenspitze der Elefanten ist ganz hart und nicht weich wie ich vermutet hatte. Richtig an den Rüssel fassen konnte ich leider nicht, dazu waren Menschenarm und Elefantennase zu kurz und die haben eh zielstrebig das Essbare angesteuert und waren dann gleich wieder weg. Aber es war so toll. Mein zweites Highlight an diesem Tag war, dass wir in strömendem Regen im Zoo herumliefen und plötzlich vor mir in einem Gehege zwei Katzenbären (Kleiner Panda) auf einem Baum herumturnten. Ich habe erst einmal, ich glaube in Berlin, überhaupt ein Gehege mit Katzenbären gesehen, aber damals war dort kein Tier in Sicht. Jetzt bei schlechtestem Wetter turnen die beiden quietschfidel in den Baumwipfeln herum, so dass ich gar nicht mehr gehen wollte. Ich war so glücklich, das verschmerzt sogar, dass ich kein gutes Bild machen konnte, da der Regen wirklich stark war. Wir verbrachten trotz des miesen Wetters und der Tatsache, dass wir zum wiederholten Male klatschnass waren fast drei Stunden im Zoo und sahen viele, wenn auch nicht alle Tiere. Unter anderem auch die Giraffen, bei denen gerade Fütterungszeit war, weshalb eine kleine Tür im Innengehege offen war und einen halben Meter vor mir die Giraffe stand. So nah war ich diesen Tieren noch nie, ich hätte sie ja gerne gestreichelt, aber ich weiß nicht, ob sie das so toll gefunden hätte und der Pfleger hatte ganz sicher etwas dagegen, schon allein weil wir ihm immer im Weg rumstanden.


Nach dem Zoo fuhren wir zum „Michel“ und zur Kramergasse. Auf Grund des nach wie vor extrem schlechten Wetters mit Regen und starkem Wind, verzichteten wir auf die Turmbesichtigung und sahen uns die Michaeliskirche nur von Innen an. Ich muss gestehen, dass diese im Barockstil (Bin so stolz auf mich, dass ich das von alleine erkannt habe. ^^) erbaute Kirche im Vergleich zu ihren gotischen Kollegen schon fast etwas Heimeliges hat. Ich finde sie sehr schön und man fühlt sich darin irgendwie wohl. Weiß auch nicht, das geht mir normal nicht so in Kirchen, aber ich kann mich auch nicht erinnern jemals eine barocke Kirche gesehen zu haben. Danach ging es zurück ins Hostel zum Schickmachen für das Musical „Tarzan“ am Abend. Seit ich vor über drei Jahren das Casting für dieses Musical im Fernsehen gesehen habe, möchte ich es sehen, auch weil ich die Musik von Phil Collins sehr mag. Und ich wurde nicht enttäuscht, es ist atemberaubend. Die damals gecasteten Darsteller gibt es zwar nicht mehr, aber das spielte letztlich keine Rolle. Ich muss zwar zugeben, dass ich der Tatsache, dass DSDS-Gewinner Alexander Klaws die Hauptrolle des Tarzan verkörpert, etwas skeptisch gegenüber stand, aber ich ziehe absolut den Hut vor seiner Leistung. Ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll, es war einfach super duper mega klasse.

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